Virtuelles Institut für Neurolinguistik schließt demnächst

Wegen Krankheit muss das Virtuelle Institut für Neurolinguistik seine Türen wieder schließen.

Ab dem 1.8.2024 werden die Angebote und Services des VIN stark heruntergefahren. Die Monatsvorträge müssen leider auch ausfallen. Nur die vom Frühling 2024 übriggebliebenen Kurse und Seminare, die Fortbildungen, die schon vereinbart waren, und Beratungstermine für individuelle SprachtherapeutInnen und Gruppen werden noch stattfinden. Für alle, die noch Gutscheine haben. Sie sind bis zum 31.12.2024 gültig.

 

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NEU

„Mal anders“-Kurse und -Seminare bei VIN

Jeder Patient ist ein Unikat. Man darf aber nicht vergessen, dass auch jede/r Therapeut*in ein Unikat ist. Zusammen bilden der Patient und die Therapeut*in ein Team, das die am besten geeig­neten Therapien und Strategien einsetzen will, um die Erholung des Patienten zu unter­stützen. Viele erfahrene Therapeut*innen beo­bachten ihre Patienten mit Augen, Ohren, Wissen und Verstand. Andere Therapeut*innen vertrauen auch dem eigenen Gefühl in der Diag­nostik und Behandlung der Patienten. Sie agieren im Patienten-Therapeuten-Team mit Enga­gement und Empathie. Von modell­orien­tierter Therapie sind sie weniger begeistert. Im Herzen fühlen sie keinen Bezug zu Modellen, die sie zu berech­nend, zu „lingu­istisch“, vielleicht sogar zu lang­weilig finden. Sie lernen die Modelle aus einem Pflicht­gefühl, nutzen sie aber kaum in der Praxis.

Erkennen Sie sich in dieser Beschreibung? Wenn das so ist, sind die „mal anders“ Fort­bildungen insbe­sondere für Sie konzi­piert. Modelle wie das Logogen-Modell von Morton und Patterson (1980) und das Blueprint des Sprechers von Levelt (1999) stellen keine abstrakten Theorien dar. Auch wenn kein einziges Modell die ganze Geschichte erzählt, sind sie die Abbil­dungen von dem, was in unseren Köpfen wirklich abgeht. Wenn Sie dieses Wissen mit ihrem eigenen, pragma­tischen Stil inte­grieren könnten, hätten Sie Ihren Patienten eine optimale Therapie anbieten.

Wenn Sie merken, dass eine tradi­tionelle Therapie bei Ihren Patienten nicht richtig wirkt, geben Sie es auf oder wagen Sie, etwas Inno­vatives zu versuchen?

Am Virtuellen Institut für Neuro­linguistik können wir nicht einfach aufgeben. Mit den „mal anders“ Kursen und Seminaren gehen wir einen ganz neuen und inno­vativen Weg. Die Teilnehmer sollten die dargestellten Modelle nicht lernen, sie sollten sie „erleben“. Man sitzt nicht auf einen Stuhl und guckt zu, man steht auf und arbeitet selbst in der Sprach­fabrik des Gehirns.

Für diejenigen, die beim tradi­tionellen Unter­richts­stil bleiben möchten, bieten wir die Fort­bildung weiter an. Wir hoffen aber, dass mehrere von Ihnen bereit sind, diese sehr prag­matische Art des Unterrichts mit uns auszu­probieren. Zusammen werden wir die Sprach­verarbeitung und die Sprach­störungen aus einem ganz anderen Pers­pektiv betrachten. Doch erwarten Sie kein perfekt abge­fertigtes, poliertes Programm. Pioniere, die den asphaltierten Weg verlassen, haben keinen Wegweiser zur Hand. Und wenn wir ab und zu mal dem falschen Pfad folgen, wird es eine eigen­artige, aben­teuer­liche, lustige Zeit – und garantiert nicht lang­weilig!